Anlass · Homeoffice und Bandbreite

Welche Internet­geschwindigkeit brauchen Sie wirklich?

Für die meisten Haushalte reichen 50 bis 100 Mbit/s im Download, auch mit Homeoffice und Streaming. Entscheidend ist, was gleichzeitig läuft, und im Homeoffice vor allem der Upload für Videokonferenzen und Dateien in der Cloud. Der Rechner addiert Ihre Nutzung und schlägt eine passende Stufe vor.

Stand: 1. Oktober 2026Lesezeit 5 Min.Redaktion meinvergleichsportal.

Bandbreiten-Rechner

Wie viel Internet brauchen Sie?

Zählen Sie, was zur Hauptzeit gleichzeitig läuft, zum Beispiel abends oder im Homeoffice.

  • Teams, Zoom, Webex
  • VPN, Cloud, E-Mail
  • Mediatheken, Streamingdienste
  • großer Fernseher
  • Konsole oder PC
  • je Person
  • Backups, Videos, Cloud-Sync
Mit diesen Richtwerten rechnen wir
AnwendungDownload Mbit/sUpload Mbit/s
Videokonferenz in HD43
Homeoffice: VPN, Cloud, E-Mail52
Streaming in HD6–
Streaming in 4K20–
Online-Gaming51
Surfen, Social Media, Musik20,5
Große Uploads–10

Auf die Summe kommen 25 Prozent Reserve.

Ihr Ergebnis

Richtwerte: So viel brauchen typische Anwendungen

Ausschlaggebend ist, was in Ihrem Haushalt gleichzeitig läuft, nicht die Summe über den Tag. Diese Richtwerte nutzt auch unser Rechner. Sie sind bewusst etwas großzügig gerundet; die Anbieter von Streaming- und Videodiensten nennen teils niedrigere Mindestwerte.

AnwendungDownload Mbit/sUpload Mbit/s
Videokonferenz in HD43
Homeoffice: VPN, Cloud, E-Mail52
Streaming in HD6–
Streaming in 4K20–
Online-Gaming51
Surfen, Social Media, Musik20,5
Große Uploads–10

Auf die Summe rechnen wir 25 Prozent Reserve, weil die tatsächliche Geschwindigkeit schwankt und Updates im Hintergrund laufen.

Homeoffice: Auf den Upload kommt es an

Für Videokonferenzen, große Anhänge und Dateien in der Cloud ist oft der Upload der Engpass, nicht der Download. DSL-Anschlüsse liefern im Upload meist höchstens 40 Mbit/s, Kabelanschlüsse oft rund 50 Mbit/s. Glasfasertarife bieten je nach Tarif deutlich höhere Uploadraten. Arbeiten mehrere Personen gleichzeitig im Homeoffice oder laden Sie regelmäßig große Dateien hoch, lohnt der Blick auf den Upload-Wert im Tarif.

Was im Vertrag steht

Bei Festnetz-Internettarifen stehen in der Vertragszusammenfassung und im Produktinformationsblatt für Download und Upload drei Werte: die maximale, die normalerweise zur Verfügung stehende und die minimale Geschwindigkeit. Für den Alltag ist der mittlere Wert aussagekräftiger als die beworbene Höchstgeschwindigkeit. Vergleichen Sie Tarife deshalb auch nach diesem Wert.

Zu langsam? Mindern oder kündigen

Weicht die tatsächliche Geschwindigkeit erheblich, dauerhaft oder regelmäßig wiederkehrend von den vertraglich zugesagten Werten ab, dürfen Sie das Entgelt mindern oder den Vertrag ohne Frist kündigen (§ 57 Abs. 4 TKG). Wann eine Abweichung erheblich ist, hat die Bundesnetzagentur festgelegt.

Den Nachweis führen Sie mit der Desktop-App der Breitbandmessung der Bundesnetzagentur:

  1. Richtig anschließen. Den Rechner per LAN-Kabel direkt mit dem Router verbinden, andere Geräte möglichst vom Netz nehmen.
  2. 30 Messungen in 14 Tagen. An drei verschiedenen Kalendertagen je zehn Messungen, alle innerhalb von 14 Tagen; zwischen den Messtagen liegt jeweils mindestens ein Kalendertag.
  3. Abstände einhalten. Zwischen zwei Messungen mindestens fünf Minuten, zwischen der fünften und sechsten Messung eines Tages mindestens drei Stunden.
  4. Protokoll sichern. Die App zeigt, ob eine erhebliche Abweichung vorliegt. Mit dem Protokoll wenden Sie sich an Ihren Anbieter; hilft das nicht, gibt es die Schlichtungsstelle der Bundesnetzagentur.

WLAN und Router: wo Tempo verloren geht

  • Der Arbeitsplatz im Homeoffice hängt am besten per LAN-Kabel am Router; das ist stabiler als WLAN.
  • Den Router frei und möglichst zentral aufstellen, nicht im Schrank oder hinter dem Fernseher.
  • In großen Wohnungen helfen Mesh-Systeme oder Repeater oft mehr als ein schnellerer Tarif.
  • Ältere Router und Geräte unterstützen aktuelle WLAN-Standards wie Wi-Fi 6 oft nicht.

Vergleich

Passenden Internettarif finden.

Der Vergleich zeigt DSL-, Kabel- und Glasfasertarife, die an Ihrer Adresse verfügbar sind.

Vergleich über unseren Partner CHECK24. Schließen Sie über den Rechner einen Vertrag ab, erhalten wir eine Vergütung; Ihr Tarifpreis ändert sich dadurch nicht. Der Rechner zeigt die Tarife, die CHECK24 vergleicht, nicht zwingend alle Anbieter. So vergleichen wir

Der Vergleichsrechner braucht JavaScript. Alternativ geht es direkt zum Vergleich bei CHECK24 (Partnerlink).

Anzeige: Vergleich powered by TARIFCHECK24 GmbH. Für Abschlüsse über diesen Rechner erhalten wir eine Provision; für Sie entstehen keine Mehrkosten.

Kurz beantwortet

Häufige Fragen.

Etwas nicht dabei? Schreiben Sie uns über das Kontaktformular.

Reichen 50 Mbit/s fürs Homeoffice?
Für die meisten Haushalte ja. Selbst zwei Personen mit gleichzeitigen Videokonferenzen und ein HD-Stream kommen nach unseren Richtwerten auf rund 30 Mbit/s. Knapp wird es eher im Upload und im WLAN.
Wie viel Upload brauche ich für Videokonferenzen?
Rechnen Sie mit 2 bis 4 Mbit/s je Videokonferenz in HD. Arbeiten mehrere Personen gleichzeitig im Homeoffice oder laden Sie oft große Dateien hoch, sollten es 10 Mbit/s oder mehr sein.
Was bedeutet „normalerweise zur Verfügung stehende Geschwindigkeit“?
Die Geschwindigkeit, die Sie die meiste Zeit erwarten können. Sie steht neben der maximalen und der minimalen Geschwindigkeit in Ihrer Vertragszusammenfassung und ist für den Vergleich aussagekräftiger als die beworbene Höchstgeschwindigkeit.
Mein Internet ist langsamer als vereinbart. Was kann ich tun?
Messen Sie mit der Desktop-App der Breitbandmessung der Bundesnetzagentur. Bestätigt das Protokoll eine erhebliche Abweichung, dürfen Sie das Entgelt mindern oder ohne Frist kündigen (§ 57 Abs. 4 TKG).

Passend dazu

Weitere Anlässe.

Rechtsgrundlagen

Stand: 1. Oktober 2026. Unsere Inhalte ersetzen keine Rechtsberatung. Fehler entdeckt? Sagen Sie uns Bescheid.